Wie ein Fingerzeig in den Himmel
Rund 700 Christen kamen zum Aktionstag der KLJB / Die Kirche von Dülken aus Stroh nachgebaut
Kirchenzeitung des Bistums Aachen (28.08.2007 Theo Esser)
„Wir lassen die Kirche im Dorf…“: Unter diesem Motto baute die Katholische Landjugend Dülken in Mackenstein „ihre“ eigene Kirche. Zum KLJB-Diözesangottesdienst am 19. August 2007 reiste selbst Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff an.
Schon mehrmals haben die 14 KLJB-Ortsgruppen des Diözesanverbandes Aachen mit ihren mehr als 650 Mitgliedern in spektakulären Aktionstagen unter Beweis gestellt, dass sie sich für ihre Heimat einsetzen und ihren kirchlichen und sozialen Lebensraum mitgestalten.
Hauptausrichter des diesjährigen Aktionstages war die KLJB Dülken. Die Idee kam auf, die Dülkener Pfarrkirche St. Cornelius im Maßstab 1 : 4,25 nachzubauen. Vor dem großen Tag war die Gruppe um ihren Vorsitzenden Ulrich Nowak mehrere Wochenenden lang nur mit dem Aufbau der Kirche beschäftigt.
Nowak weist voller Stolz auf die Eckdaten des Bauwerkes hin, welches 14 Meter lang, sieben Meter breit und neun Meter hoch ist. Mit 20 Metern Höhe ragt der Turm der Kirche weit über die Felder und wirkt den Autofahrern der nahe gelegenen A 61 wie ein Fingerzeig in den Himmel. 100 Tonnen Stroh wiegt das Kunstwerk und setzt sich aus 271 Groß- und 89 Kleinballen zusammen, was insgesamt in diesem Jahr einer Erntefläche von 21 Hektar entspricht. Mit eigenen Traktoren hat die Gruppe das Stroh gestapelt. Um die Höhe der Kirche zu erreichen, kam ein Teleskoplader zum Einsatz, zur Errichtung des Turmes musste ein gesponserter Kran eingesetzt werden.
Die riesige Strohkirche wurde in ihren Schlussarbeiten mit farblich gestalteten Kirchenfenstern, Kirchenportal und Kirchenuhr versehen. Bei früheren Strohskulptur-Aktionen hatte es nie Probleme gegeben. Diesmal erreichte das Vorhaben der KLJB Dülken eine Dimension, die selbst das Bauordnungsamt Viersen auf den Plan rief und das Projekt kurz ins Wanken brachte. Auch diese Hürde nahmen Nowak und seine Helfer, und so präsentierte sich am Sonntag morgen den Besuchern ein einmaliges Kunstwerk, nachdem selbst in der vorangegangenen Nacht die KLJB Gruppe das Gotteshaus und den Festplatz unter Bewachung gestellt hatten.
Bischof Mussinghoff kam zunächst im Bauernhof der Familie Dorsch an, deren Wohnzimmer kurzfristig zur Sakristei umfunktioniert wurde. Auch die Ackerfläche zum Bau der Strohkirche stellte Familie Dorsch zur Verfügung. In Prozession ging es dann über die Stoppelfelder zur Strohkirche, vor der bereits mehr als 700 Besucher warteten. Beeindruckt von der Leistung der KLJB Mitglieder Dülken, zelebrierte Bischof Mussinghoff gemeinsam mit Pastor Rainer Thoma einen festlichen Gottesdienst, der musikalisch von der „Kirchenband Oktagon“ der Pfarre St. Maria Heimsuchung Hehn untermalt wurde. In seiner Ansprache würdigte der Bischof die geleisteten Arbeiten. Gerade in einer Zeit, in der die Gesellschaft auseinander bricht, sei es von existenzieller Bedeutung, „die Kirche im Dorf“ zu lassen. So forderte er auf, dass alle Gläubigen durch ihren Einsatz ein festes Fundament für die Kirche bilden. Der Aktionstag wurde mit einem zünftigen Frühschoppen fortgesetzt.
Der Erlös des Aktionstages, zu dem weit mehr als 1000 Besucher angereist waren, geht als Spende an die Kinderkrebshilfe Viersen e.V.
Aktionstag der Landjugend in Dülken: Die Strohkirche des Bischofs
100 Tonnen schwer, 20 Meter hoch: Weithin sichtbar ist das Gotteshaus, das die katholische Landjugend errichtet hat. Es bildete die würdige Kulisse für den einstündigen Gottesdienst, zu dem sich mehr als 400 Besucher einfanden.
Westdeutsche Zeitung vom 20.08.2007 (von Susanne Böhling)
Dülken. Für den Bischof war es selbstverständlich, dass er die Messe beim Aktionstag der Landjugend „KLJB – wir lassen die Kirche im Dorf“ gelesen hat. Auch wenn Ulrich Nowak und sein Team von der Landjugend Dülken die Pfarrkirche St. Cornelius „nur“ aus 100 Tonnen Stroh nachgebildet haten, mitten auf dem Acker der Familie Dorsch.
Der Hahn auf der Spitze des 20 Meter hohen Turms ist schon von der Autobahn aus deutlich sichtbar. Er ist mit Stahlseilen gesichert, das Areal so weiträumig abgesperrt, dass selbst wenn der Turm umfiele, niemand zu Schaden kommen könnte.
Die Strohkirche des Landjugend-Aktionstages bildet eine würdige Kulisse für den einstündigen Gottesdienst, zu dem sich mehr als 400 Besucher eingefunden haben. Die Landjugend hat auch eine Lautsprecheranlage aufbauen lassen, damit die Stimme des Oberhirten den Lärm der Autobahn übertönt.
Evelyn Schmitz am Stand mit den Wertmarken für den Verzehr genießt die Ruhe und blinzelt träge in die Sonne, denn der Verkauf geht erst nach dem Gottesdienst los, das gebietet der Anstand. Sie war mit bei der Truppe, die die Kirchenfenster von St. Cornelius auf Papier gemalt hat.
Sie prangen am Stroh und vervollständigen den originalen Eindruck der Kirche. 30 Stunden schätzt sie, haben sie jeweils zu zehnt daran gearbeitet. „Wir hatten Fotos von den Kirchenfenstern und haben die Muster übernommen“, erzählt sie.
Alle 14 Landjugendgruppen des Kreises haben ihr Scherflein zu dem Aktionstag beigetragen. Sogar aus Mönchengladbach sind welche dabei, die Mädels aus Hehn steuern ein Bufett mit 60 Kuchen zu, alle selbstgebacken, versteht sich. Der Duft des Kaffees verbreitet sich über das Feld.
Die Waldnieler kommen später, sie sind bei einem Sechswochenamt für eines ihrer Mitglieder. Aber der Swimmingpool, für den sie verantwortlich zeichnen, steht bereits, die Silofolie ist über einem Karree aus großen Strohballen sauber mit Spanngurten festgezurrt, der Pool ist voll, das Wasser gechlort, einem hygienisch unbedenklichen Bade steht nichts im Wege. Vielleicht wird die Sonne das Wasser bis zum Nachmittag auf erträgliche Temperaturen aufheizen, die Folie ist schwarz, das könnte klappen.
Die Jungs aus Grefrath machen die Parkplatzanweiser. Großartig etwas aufbauen wollten sie nicht, sie mussten am Samstagabend auf die Letsch eines ihrer Mitglieder. „Beim Parkdienst können wir unsere Flyer verteilen.“ Damit werben sie für ihre Scheunenfete am 25. August in der Grefrather Reithalle.
Landjugend baute Strohkirche
Jugendliche schufen ein Abbild der Dülkener Pfarrkirche St. Cornelius. 250 Ballen wurden verarbeitet. Am Sonntag las Bischof Heinrich Mussinghof vor der Kirche eine hl. Messe.
Rheinische Post 20.08.2007 (von Ingrid Flocken)
KREIS VIERSEN Auf dem hohen Ausleger des Krans stehen Christoph und Michael und bringen unter lauten Zurufen ihrer Kameraden am sicheren Boden Ziffernblätter an einem Strohturm an. Es ist Samstagnachmittag. Nach vielen Stunden Arbeit steht die große Strohkirche mitten auf dem abgeernteten Acker, dicht neben der Autobahn 61 am Ortsrand von Dülken.
Die Katholische Landjugend (KLJB) Dülken will an diesem Wochenende beweisen, was engagierte Jugendliche bewirken können. Sie bauen mit Fantasie und viel Kraftaufwand aus 250 Strohballen eine Kirche. Das Vorbild liefert die nahe Dülkener Pfarrkirche St. Cornelius, deren Fenster kürzlich mit Fußbällen beschädigt wurden.
Drei Ziffernblätter, drei Uhrzeiten: fünf vor zehn bedeutet, dass gleich die Messe beginnt; fünf vor zwölf heißt, es ist gleich Mittag; und um fünf nach drei sollen die Gäste zum Kaffeetrinken kommen. Noch fehlen die Fenster, die von „unseren Mädels“ – so KLJB-Vorsitzender Uli Nowak – in der Halle des Hofes Dorsch liebevoll aus Holzplatten gestaltet werden. Sie sind künstlerisch so gut gelungen, dass Dülkens Pfarrer Rainer Thoma begeistert ist: „Die jungen Leute sollten auch die Fenster in St. Cornelius neu gestalten!“ Die hatte Evelyn Schmitz nämlich zunächst fotografiert und dann als Vorlage genommen.
Auf die etwas bange Frage des 2. Vorsitzenden der Dülkener KLJB, Christian Dorsch, ob seine Erwartungen denn erfüllt seien, antwortet Thoma mit einem festen „Ja“. Am Samstagabend steht die Kirche im letzten Licht. Sie ist fertig. Alle Fenster und die große Tür sind montiert, und auf der Turmspitze thront ein großer Hahn. Nachtwachen sind eingeteilt, obwohl Evelyn meint: „Um die Kirche anzuzünden, ist das Stroh viel zu nass.“
Das Thema Anzünden nimmt auch Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff zu Beginn seiner Sonntagsmesse unter freiem Himmel auf, hinter sich die Strohkirche und vor sich Hunderte von Menschen. „Das heutige Evangelium passt eigentlich nicht. Denn bei Lukas heißt es: Ich komme, um Feuer auf die Erde zu werfen. Das wollen wir doch nun wirklich nicht.“
Der Aachener Bischof feierte gerne mit „seiner“ Landjugend den Abschlussgottesdienst der KLJB-Aktion. Es sind Jugendliche aus Boisheim, Waldniel, Lobberich, Breyell, Leuth, Kaldenkirchen, Hinsbeck, Bracht, Grefrath, Anrath, Kempen, Erkelenz und Mönchengladbach-Hehn da. Aus Hehn kommt die Band von Schwester Stefanie, die sich den Namen „Oktogon“ gibt – nach der Form ihrer Heimatkirche.
Aktionstag: Ein Gotteshaus aus handlichen Strohballen
Die Katholische Landjugend baut in Dülken eine eigene Kirche. Bischof Mussinghoff feiert die Messe in Mackenstein.
Westdeutsche Zeitung vom 17.08.2007
Dülken. Schon lange plant die Katholische Landjugend Bewegung (KLJB) Kreis Viersen den Aktionstag. Unter dem Motto „KLJB - Wir lassen die Kirche im Dorf“ will sie am Sonntag auf einem Feld in der Nähe der Autobahnabfahrt Bockert/Mackenstein die Dülkener Pfarrkirche St. Cornelius im Maßstab 1 : 4,25 nachbauen.
Dafür stapeln Ulrich Nowak und seine Mitstreiter der KLJB Dülken fast 100 Tonnen Stroh. „Das ist für mich kein Problem“, sagt der 27-jährige Lohnunternehmer. Er erntet in jedem Jahr 400 Hektar. Das für die Strohkirche kommt von 21 Hektar. Es ist gepresst zu handlichen Ballen von 1,20 Metern Breite, 2,70 Metern Länge und 70 Zentimetern Höhe.
Die unteren Lagen der 14 Meter langen und sieben Meter breiten Kirche werden sie mit den eigenen Traktoren stapeln, später kommt ein Teleskoplader zum Einsatz, um die neun Meter Höhe zu erreichen. Für Dach und Turm mit sage und schreibe 20 Metern Höhe nutzen sie einen Kran. „Den bekommen wir gesponsort“, sagt Nowak.
Auch wenn es bei früheren Strohskulptur-Aktionen nie ein Problem gab: Diesmal trat das Viersener Bauordnungsamt auf den Plan und brachte das Projekt kurzzeitig ins Wanken. „Weil wir die Dachschräge mit einer Holzkonstruktion verstärken wollen“, berichtet Nowak.
Nach einigem Hin- und Her liegt die Genehmigung vor. Dem Aktionstag steht nichts im Wege. Kosten: etwa 75 Euro. „Schade, wir wollen doch das Geld zugunsten krebskranker Kinder spenden“, so Nowak.
Die anderen 13 Ortsgruppen im Kreis beteiligen sich an der Aktion. „Die einen backen Kuchen, die anderen bauen eine Hüpfburg auf.“ Es gibt sogar einen Swimming-Pool. Eine mit Strohballen umrandete Fläche wird mit Silofolie ausgelegt, die Feuerwehr sorgt für die Befüllung.
Bei den Strohkirchen Bauern
Es sieht aus wie eine Strohmiete, was da an der A 61 in Höhe Viersen Bockert steht. Noch. In wenigen Tagen wird sich der Berg von Ballen in eine 20 Meter hohe Kirche verwandeln. Die katholische Landjugend baut sie.
Rheinische Post vom 10.08.2007 (VON CHRISTIAN HEIDRICH)
VIERSEN/MÖNCHENGLADBACH In seiner Freizeit ist Ulrich Nowak zurzeit Bauleiter, Chef einer Baustelle für eine Kirche. Zwar wird diese nicht aus Backsteinen oder Beton gebaut, sondern aus Stroh. Damit kennt sich der 27 Jährige bestens aus. Nowak ist Vorsitzender der katholischen Landjugendbewegung (KLJB) im Viersener Stadtteil Dülken. Und als Inhaber eines Landwirtschaftlichen Lohnunternehmens hat er schon so manche Strohfuhre in Scheunen gefahren. Für die jährliche Sozialaktion der KLJB auf Bistumsebene bauen er und seine Freunde maßstabgetreu die Dülkener St. Cornelius Kirche nach, die in Sichtweite steht. Vor dem Strohnachbau des Gotteshauses wird Aachens Bischof Heinrich Mussinghoff am Sonntag, 19. August, mit den KLJB-lern aus dem Bistum einen Gottesdeinst feiern.
Den Rohbau der Strohkirche können Autofahrer, die auf der A 61 unterwges sind, in Höhe der Auffahrt Viersen Bockert auf einem Feld sehen, das westlich der Autobahn liegt. Das Kirchenschiff ist schon fertig, auch das Fundament des Kirchturms steht schon auf dem Feld, das Jochen Dorsch, der stell¬vertretende Vorsitzende der KLJB Dülken, zur Verfügung gestellt hat. Bis vor kurzem stand auf dem Stoppelfeld noch Gerste. Deren Stroh findet sich nun in der Kirche wie¬der. Insgesamt benötigt die Landjugend für den Kirchbau Stroh von mehr als 80 Morgen Land.
Zum Aktionstag der KLJB soll rund um die Kirche ein Marktplatz entstehen. Historische und moderne Landmaschinen wollen die Landwirte dort ausstellen, für Kinder wird ein Stroh Schwimmbebecken gebaut, für Spieler Typen gibt es ein Kuhfladen Roulette. Der Erlös des Aktionstages wird krebskranken Kindern zugute kommen.
Um das Kirchenschiff auf dem Aktionsplatz fertigzustellen, haben Ulrich Nowak und die KLJB Dülken ordentlich geochst. 250 Strohballen haben sie bislang aufeinandergeschichtet, ein Gewicht von etwa 80 Tonnen. Ende nächster Woche müssen sie noch den Turm bauen und die aus Holz gezimmerte Dachkonstruktion des Turmhelms daraufsetzen. Doch dazu benötigt die Landjugend ein Spezialgerät, weil die Frontlader ihrer Traktoren nicht ausreichen, um einen Strohkirchturm von 20 Metern Höhe zu bauen. Die Fenster, die die Mädchen und jungen Frauen in der KLJB auf Holz malen werden, müssen dann noch an der Strohkirche angebracht werden, und mit kleinen Strohballen muss die Landjugend noch das Dach des Kirchenschiffs formen. Fertig. Die Kirche steht im Mittelpunkt des Aktionstages „Wir lassen die Kirche im Dorf“ der KLJB im Bistum Aachen.
In diesem Motto drückt sich für Ulrich Nowäk eine gewisse Bodenständigkeit der KLJB aus, die der Mönchengladbacher schätzt. Der Verband mache sich stark für die Strukturen auf dem Land, sagt Nowak. Der 27 Jährige lobt vor allem den Zusammenhalt unter den jungen Leuten. Dass das ankommt, beweist die KLJB Dülken. 80 Mitglieder zählt die Ortsgruppe, eine Zahl, die sie intensiver Mitgliederwerbung verdankt. Was Nowak zudem freut: Gut die Hälfte der KLJB ler in Dülken sind noch in der Landwirtschaft tätig.
Wir lassen die Kirche im Dorf
Der Aachener Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff feiert mit der Katholischen Landjugendbewegung
Dülken den Abschluss des Jahresprojektes im Diözesanverband. Stroh spielt dabei eine wichtige Rolle.
Rheinische Post 19.07.2007 (von Ingrid Flocken)
VIERSEN 250 Quadrant-Ballen - das sind 85 Tonnen - Stroh benötigt die Katholische Landjugend Dülken (KLJB), um das diesjährige Thema des Diözesanverbandes Aachen in die Tat umzusetzen. Unter dem Motto „Wir lassen die Kirche im Dorf“ bauen die Dülkener, deren 85 Mitglieder (zwischen 16 und 30 Jahren und alle noch ledig) auch aus Viersen und Mönchengladbach kommen, ihre Pfarrkirche St. Cornelius im Maßstab 1: 4,25 aus Stroh ballen nach. Das Dach des Kirchenschiffes und die Turmspitze allerdings sind Holzkonstruktionen, die in der Halle des 1. Vorsitzenden Uli Nowak in Rasseln - wo auch die tollen Karnevalswagen der KLJB entstehen - gebaut werden.
Alle 14 im Diözesanverband stehenden Landjugenden sollen gemeinsam an dem Jahresprojekt arbeiten, das für die Öffentlichkeit gedacht ist. Sie wollen sich der Offentlichkeit präsentieren: „Wer sind wir, was machen wir, was können wir und was schaffen wir.“ Bei diesen Aktionen sollen sie sich auch untereinander besser kennen lernen, Kontakte knüpfen, ihren Kollegen aus der Landwirtschaft den Weg in eine sichere Zukunft zeigen.
Die Strohkirche wird auf dein Acker der Familie Dorsch (Jochen Dorsch ist 2. Vorsitzender der KLJB) zwischen der Venner Straße am südlichen Stadtrand von Dülken und der Autobahn 61 errichtet. Weithin sichtbar soll sie ein Zeichen für die aktiven jungen Landwirte und gleichzeitig für die in unserem Land so wichtige Landwirtschaft werben. „Grundsteinlegung“ ist am Freitag, 17. August, am Samstag muss die Kirche stehen. Dazu benötigen die Erbauer unter anderem einen Frontlader, der sechs Meter hoch heben kann und einen Teleskop-Lader für 15 Meter. Kein Problem, denn Uli Nowak ist Lohnunternehmer, der diese Geräte in seiner Halle stehen hat. Nur ein Kran, der den 20 Meter hohen Kirchturm setzen kann, muss ausgeliehen werden. Damit der Strohkirche nichts passiert, werden Mitglieder der KLJB sie rund um die Uhr bewachen.
Das eigentliche „Event“, zu dem die Bevölkerung herzlich eingeladen ist, findet am Sonntag, 18. August statt. Gegen 10 Uhr feiert Bischof Heinrich Mussinghoff an einem Altar aus Stroh die heilige Messe. Beim Unterhaltungsprogramm für Alt und Jung bis 18 Uhr sind alle anderen KLJB eingebunden: Hüpfburg und Kinderschminken gehören ebenso dazu wie die Präsentation der einzelnen Gruppen, Getränkeausschank und Imbiss. Viele ansässige Firmen haben gespendet, alle Einnahmen aus dieser Veranstaltung will die KLJB einem Viersener sozial tätigen Verein überreichen.
KLJB: Der Landwirte-Nachwuchs hat die Wahl zwischen der Rheinischen Landjugend (zu der gehören die Süchtelner) oder der Katholischen Landjugendbewegung. Die Dülkener wollten lieber „katholisch“ sein, ebenso wie die Jugend aus Boisheim, Waldniel, Lobberich, Breyell, Leuth, Kaldenkirchen, Hinsbeck, Bracht, Grefrath, Anrath, Kempen, Mönchengladbach-Hehn und Erkelenz, deren „Dach“ der Diözesanverband des Bistums Aachen ist. Jedes Jahr wird ein Sozialprojekt erarbeitet.